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Metzgerei Nigg seit 1885
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Unsere Metzgerei wurde im Jahre 1885 von unserem Uropa Anton Nigg im „Hummlhaus“in Terlan (heutiges Schrederhaus) gegründet. Mit tatkräftiger Unterstützung der Verwandschaft wurde im Jahre 1890 das Haus am Karl Atz Platz gebaut und die Metzgerei übersiedelte dorthin wo sie auch heute noch ist. Damals trug man die Innereien der Tiere noch bis zur Etsch (Fluss) um sie dort auszuwaschen. Für die Frischhaltung des Fleisches benötigte man bis 1904 große Eisbrocken, die man im Eiskeller ca.1,5 m hoch aufstapelte um darauf das Fleisch zu kühlen.

1904 kam der erste Strom nach Terlan und Anton Nigg hatte als Erster im Dorf einen Stromanschluss. Sohn Josef baute sofort den ersten Kühlraum, mit einer Kühlmaschine der Firma Kuhn, welche von 1904 bis 1953 immer im Einsatz war.

Anton Nigg war eine Persönlichkeit im Dorfe. Er war auch eine zeitlang Bürgermeister von Terlan.

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Nach dem frühen Tod von Vater Anton, übernahm Sohn Josef 1905, zusammen mit seiner Mutter Maria Barbieri, Hochbrunnertochter aus Terlan ,die Metzgerei. Er war der Älteste von 8 Kindern. Seine Brüder zogen wegen der schwierigen Vorkriegsjahre alle ins Ausland. Durch die finanzielle Unterstützung ihres Bruders Josef konnten sie alle dort studieren, kamen aber nicht wieder zurück. Die Verwandschaft der Nigg-Sippe geht heute bis nach Amerika und alle 3 Jahre gibt es auch ein großes Familientreffen.

Josef Nigg war ein strenger, aber gerechter Metzger und Mann. Er heiratete Antonia Marchetti vom Lacknerhof in Siebeneich, die ihm  eine fleißige und flinke Kassierin war. Das Fleischgewicht, dass ihr Mann ihr im Geschäft zurief, musste sie gleich aufschreiben und den Preis im Kopf schnell ausrechnen sonst murrte der Meister. Damals gab es ja noch keine elektrischen Waagen, Rechenmaschinen oder Registrierkassen.

Antonia schenkte  4 Kindern das Leben: Luise, Maridl, Trudi und dem kleinen Theo.

1955 übernahm Theo, mein Vater, den elterlichen Betrieb. Mit viel Enthusiasmus führte er über viele Jahre den Betrieb zusammen mit seiner tüchtigen Frau Elsa Mayr, vom Schwaiger in Lengstein am Ritten.

Mein Vater war in vielen Bereichen Pionier. Er hatte viel Mut immer wieder Neues auszuprobieren, z.B. produzierte er erstmals Wurstsorten ohne Schweinefleisch und war auch Mitbegründer des Südtiroler Markenspecks. Bereits wie sein Vater Josef, legte auch er stets Wert auf Qualität und kaufte nur die besten Tiere von den Bergbauern.

Von uns 4 Kindern Christine, Josef, Elisabeth und Stefan habe ich als Jüngster im Jahre 2002 die Metzgerei mit viel Freude übernommen.

Ich war mit 16 Jahren der damals jüngste Metzgergeselle in Südtirol und arbeite seit 1981 in unserer Metzgerei. 2003 habe ich geheiratet. Seitdem arbeitet auch meine Frau Franziska, vom Leyrerhof in Wangen am Ritten, in unserem Betrieb mit. Und unsere 3 Kinder Theresa Maria, Philipp Luis und Alexandra Elisa sind auch schon fleißige Helfer geworden.

Meine Mutter steht heute noch mit über 80 Jahren im Geschäft und hat nach wie vor Freude am Geschehen.

Was uns als Familienunternehmen über die Generationen verbindet, ist der Grundgedanke unserer Metzgerei:
 „Qualität einzukaufen, Qualität zu produzieren und Qualität zu verkaufen“.

Bis zum Jahre 2007 wurde in unserer Metzgerei wöchentlich geschlachtet. Heute tun das die Schlachthöfe für uns, da wir die Auflagen nicht mehr erfüllen können.

Das Rind- Kalb -Kitz- Lamm- und Hasenfleisch  das wir in unserem Geschäft anbieten, stammt ausschließlich vom Vieh unserer Bergbauern. Seit Jahrzehnten will es die Tradition, das Vieh unserer Bauern zu verarbeiten, und somit auch deren Existenz zu unterstützen. „Meine liebste Rinderrasse ist das Grauvieh, sie bietet die beste Fleischqualität.“

In unserem Betrieb verarbeiten wir das geschlachtete Fleisch zu verschiedenen Wurstwaren.

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Wir verarbeiten auch Schweinefleisch zu Schinken und produzieren jährlich circa 2000 Hammen Speck. Durch eine speziell gute und lange Lagerung, ist unser Speck in Geschmack und Konsistenz unverkennbar und seit 2015 produzieren wir den gesamten Speck ohne Nitritpökelsalz.

Im Jahre 1997 habe ich mit tatkräftiger Unterstützung meiner Schwester Christine angefangen zusätzlich eine Biologische Linie (Bioland) aufzubauen. Seitdem ist ein kleiner Teil unserer Produkte auch Bioland zertifiziert.
Um den handwerklichen Charakter unserer  Metzgerei stets zu erhalten, wollen wir unseren Betrieb bewusst nicht vergrößern.

Was mir immer noch viel Freude macht, ist die tägliche Beziehung zum Kunden, auf seine Bedürfnisse und Wünsche einzugehen und ihm einen guten Service zu bieten.

Es macht Freude handwerkliche Produkte zu erzeugen, Qualität anbieten zu können und glückliche und dankbare Kunden zu haben.

Über Jahre haben wir Gott sei Dank auch immer wieder gute Mitarbeiter an unserer Seite, die uns voll unterstützen, und diesen Kreislauf erst mit möglich machen.

Für die Zukunft wünschen wir uns, dass wir stets dankbar sind, für das was ist, dass wir offen bleiben für Neues und nie die Freude und die Ehrlichkeit an unserer Arbeit verlieren, der Grundgedanke unserer Väter soll in uns stets weiterleben.

Terlan, 25.06.2017  

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